Die Klischees über deutsche Urlauber kennt man ja. Sogar in den USA. Das Installationsprogramm von Battlefield Heroes zeigt nämlich den klassischen deutschen Touristen in voller Montur.teutonien

Hallo, da ist ja mal wieder jemand aktuell dabei.

In der Tat, Jade Empire gibt es für den PC schon seit 2 , auf der xbox (der ersten) bereits seit 4 Jahren. Der Vorteil ist, dass es mich bei eBay nicht mehr gekostet hat als ein Apple und ‘n Ei. Und das darf man gerne wörtlich verstehen, es waren keine drei Euro.

Das Spiel bot mir dann auch sechs Wochen Beschäftigung. Für die Steuerung habe ich mir nach ersten Tastaturversuchen fix beim Saturn ein Gamepad besorgt, leider nur eines mit einem Steuerkreuz. Damit ist das Spiel aber nicht voll spielbar, da seitliches Ausweichen bei meinen Steuerungseinstellungen leider wegfiel. Das ist schade, zum einen macht es das Spiel ohne seitliches Ausweichen schwieriger, zum anderen sah es ziemlich cool aus. Ohnehin fand ich den Coolness-faktor in diesem Spiel ziemlich hoch: die Kampftechniken sahen astrein aus. Ich weiß zwar nicht, ob das choreographisch korrektes Kung-Fu war, aber mein Laienblick wurde verwöhnt. Auch einige Dialoge waren ganz witzig, die Story war super, wenn auch manchmal sehr ausufernd und vor lauter “Lis”, “Lees”, “Fengs” und “Lings” wusste ich schon sehr bald nicht, was was ist. Aber zumindest war sie spannend erzählt und hatte ein tolles Finale.

Zwischendurch gab es einigen Leerlauf, was mich gelangweilt hat. Irgendwann sind die Kämpfe monoton, mehr als 3 Kampfstile habe ich nicht ausentwickelt, weil ich lieber wenige kräftige Stile beherrsche als von allem ein bißchen. Mit legendärer Stoß, Krötendämon und Dämonenstab bin ich auch ganz gut gefahren. Besonders der Krötendämon hat zum Schluss jeden Gegner im Nu platt gemacht. Das war dann z.T. leider sooo einfach, dass ih es für eher schlecht ausbalanciert halte. Aber gut.

Die Spielzeit war mit ziemlich genau 20 Stunden im ordentlichen Rahmen. Ich verstehe die Kritik, dass es für das Genre wohl eher kurz ist. Aber mir hat es ehrlichgesagt gereicht. Es wäre allerdings schön gewesen, wenn das Spiel ein bißchen weniger linear gewesen wäre. Wie ein Zug auf seinen Schienen ist es einfach nicht möglich, mal ein bißchen abseits zu gucken und zu entdecken. Wenn man von einer Örtlichkeit zur nächsten läuft, ist der Weg schmal und bietet keinerlei räumliche Tiefe. Das ist schade. Auch die Städte selbst (Zwei Ströme, Tiens Anleger, Kaiserstadt) sind alle ziemlich winzig und hätten größer, abwechslungsreicher und interaktiver gestaltet werden können.

Zu Grafik und Sound gibt es nicht viel zu sagen. Für meine Ansprüche vollkommen ausreichend. Allerdings ist die Synchronisation z.T. furchtbar. Die Betonungen liegen in einigen Situationen ja grausam daneben und lassen einen häufiger stutzen, weil der Inhalt des gesprochenen Textes diametral zu der emotionalen Situation steht.

Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, wenn auch etwas eintönig und langweilig an einigen Stellen.

Von daher: 7/10

Bäh…testen tu’ ich das nicht.

Vor einigen Wochen bei eBay Fahrenheit für’n Appel und ‘n Ei gekauft und vorgestern endlich angeschmissen. Bin jetzt in Kapitel 6 (von 31?) und soll als kleiner Junge den Splinter Cell mimen. Und das bei der blöden Steuerung, denn ich muss mit Tastatur und Maus ran, meinem Gamepad fehlt es am zweiten Steuerkreuz. Das ist natürlich alles Mist und schade, aber wirklich enttäuscht bin ich nicht.

Die Atmosphäre ist echt klasse und der Einstieg gelungen (beim Erscheinen des Ermordeten im Spiegel ging mir der A… auf Grundeis), aber diese doofen Minispiele. Deren Inszenierung ist zwar super gelungen, aber müssen es so viele sein? Die letzten Kapitel ließen sich nur durch wildes Tastenhämmern oder durch QTEs lösen. Ein bißchen wenig für ein Adventure (oder Film, wie sich das Spiel ja selbst nennt im Hauptmenü!<– lol ). Das stresst mich im Endeffekt zu viel und ist mir zu eintönig. Der Adventurepart zu Beginn mit der Flucht aus dem Restaurant war super aufgemacht, auch wenn ich erst dreimal gescheitert bin. Aber soll es das schon gewesen sein? Mehr davon und es wäre das geilste Spiel der Welt.

Nö, das ist mir jetzt zu doof. Abfotografiert ist die CD-Hülle schon, damit es demnächst wieder bei eBay reinwandert. Vielleicht findet ja jemand anderes gefallen daran, seine Tastatur zu vergewaltigen.

Bin dabei das fast schon göttliche Jade Empire zu zocken. Ein angenehm leicht zu spielendes RPG-Epos, welches soweit auch sehr linear verlief. Jetzt befinde ich mich jedoch in der Kaiserstadt und weiß nicht so recht, was ich hier machen soll.

Zudem ärgert es mich, dass ich bei Gametap nicht mit meinem Gamepad spielen kann. Ich will Metal Slug und King of Fighters ‘98 zoggen und es geht nicht außer mit Tastatur. Und die ist für die beiden Titel wahrlich nicht geeignet.

Und Tomb Raider lädt er mir nicht runter. Sagt mir immer, ich hätte für die 4,6GB keinen Platz. Komisch, mir wird mehr als 7GB freier Speicherplatz angegeben.

Die Sorgen des Alltags halt.

Ich habe schon längere Zeit keine Zeilen mehr in das Eingabefeld getippert, von daher will ich meine Gedanken zu den Spielen Geheimakte: Tunguska und Geheimakte: Puritas Cordis in diesem Artikel zusammenfassen. Da ich bei dem Test zum Nachfolger ohnehin immer wieder den ersten Teil als Referenz herangezogen hätte, ist das in meinen Augen auch machbar.

Jaaa, gut, also, mit Geheimakte: Tunguska stand im Herbst 2006 DAS Adventure des Jahres und wohl eines der wichtigsten Adventure des vergangenen Jahrzehnts in den Regalen. Für mich kam das Spiel erst mir Veröffentlichung auf der Computerbild Spiele-DVD in Betracht, denn die Tests, auch wenn z.T. sehr positiv, überzeugten mich einfach nicht. Die Screenshots waren schön, die Bedienung laut den Testern eingängig und die Story spannend. Gerade letzterer Punkt ist für mich ja ein klares Kaufargument. Aber ich blieb skeptisch. Vor allem aus Erfahrung, die mir sagt, dass Stories generell gelobt werden, vermitteln sie auch nur den Hauch eines pseudowissenschaftlichen Anspruches. Die Beurteilung vieler Spieleredakteure und Hobbyspieler gilt es mit Vorsicht zu genießen, denn hinter vielen Geschichten steckt nicht viel mehr, als die SPD gerade den Linken auf Wahlplakaten unterstellt: heiße Luft.

Für Tunguska kann ich dies jedoch nur teilweise unterschreiben. Von der Idee ist das Spiel schon interessant, aber die Erzählweise ist arg schwach. Die Spannung, die man erzeugen könnte, wird nicht voll ausgeschöpft. Gerade die Sache mit dem Polizisten zu Beginn bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Man hätte deutlicher kenntlich machen können, dass hier jemand heimlich observiert. An anderen Stellen im Spiel verhält es sich ähnlich. Ein Grund dafür liegt aber auch in dern absolut ungenügenden Umsetzung von Charakteranimationen. Es finden ganz selten Szenenwechsel statt. Gespräche sind fast immer in das normale Spielsetting eingebaut. Keine Kameraeinstellung wird verändert, Animationen werden weggeblendet. Die dauernde und ermüdende Laberei, die die Story vorantreiben soll, wäre im Kern spannend, wäre sie ansprechend präsentiert. So ist es doch sehr öde. Gleiches gilt für Geheimakte 2. In Puritas Cordis wird zwar in Gesprächen herangezoomt, im Grunde ist es aber dasselbe in grün. Man vergeudet erzählerisches Potenzial durch eine unzureichende und einschläfernde Präsentation. Das wiegt im zweiten Teil umso schlimmer,weil dessen Story ohne Übertreibung für den Arsch ist. Ganz kleines Kino wird da aufgefahren. Eigentlich muss man sich darüber aufregen, dass einem so etwas ausgelutschtes vorgesetzt wird und dann auch noch schlecht erzählt, aber man ist ja im gestandenen Alter und deswegen von ruhigem Gemüt.

Ein weiterer Kritikpunkt, der es mir schwer machte, mich Geheimakte schon vor dem Erscheinen in der CSB zu widmen, war der Hauptcharakter. Ich mag den Charakter dieser Person einfach nicht. Eine ehemalige gute Freundin war sehr ähnlich drauf gewesen und immer wieder habe ich mich bei Nina Kalenkow an sie erinnert gefühlt. Nicht umsonst habe ich den Kontakt mit ihr abgebrochen, weil ich viele Kommentare und Einstellungen von ihr einfach nur doof fand.

Im ersten Teil sind die Rätsel wirklich gut gelungen. Mir fällt jetzt im Nachhinein nichts besonderes ein, wo ich mich geärgert habe. Gut, manche Rätsel waren etwas an den Haaren herbeigezogen und die Antarktis war mehr geraten als gewusst, in der Summe wusste es aber zu überzeugen. Die Rätsel sind aber nicht besonders fordernd. Dadurch, dass ohnehin nur die möglichen Inventarkombinationen angezeigt werden, hält man sich nicht lange mit Rumprobieren auf. Das macht das Ganze natürlich schon zu einfach, ist aber auch vertretbar – ergo ein Punkt, über den man streiten kann aber nicht muss und mir selbst ist es eigentlich ziemlich egal. Im zweiten Teil dagegen dachte ich wirklich, ich sei im falschen Spiel. Selten so einer Verarschung meinerseits erlebt. Die Rätselmotive sind ja noch dümmlicher als das, was mir bei Baphomets Fluch 2.5 untergekommen ist. Schnitzeljagd auf dem Schiff, Behandlung eines Diabetikers, Riesenaction um ein 10-Cent-Stück zu erhalten! Ich dacht’  echt ich steh’ im Wald. Die ganze Zeit wird munter am Spielinhalt vorbeigerätselt: da macht man hier irgendeinene Blödsinn und hält sich hier mit einer Nebensächlichkeit auf. Es war schon zum Heulen. Da hilft es auch nicht, dass die Rätsel selbst einigermaßen durchdacht sind, wenn ich zu Ohren bekomme, dass diese nur Bestandteil einer Schnitzeljagd eines behinderten Görs waren.

Noch mehr platzte mir dagegen die Hutschnur als ich diese doofe Blonde in Indonesien spielen musste. Kaum das Maul aufgemacht, war die mir mit ihrer aufmüpfigen Art schon unsymphatisch. Was ist überhaupt mit ihr geschehen? Mag sein, dass dies im Abspann erklärt wurde, aber den habe ich in beiden Teilen weggedrückt. Ich will mir nicht 10 Minuten irgendein Gelaber über jeden unwichtigen NPC anhören. Die Outtakes nach dem ersten Teil waren ja total peinlich. Sollten ihre Kräfte lieber in mehr Animationen und Kameraeinstellungen investieren.

In der Summe gebe ich Geheimakte: Tunguska eine deutlich bessere Note als dem Nachfolger, der in Story und Rätsel komplett abfällt und nur in Sachen Grafik und Präsentation punkten kann. Dies ist aber viiiel zu wenig. Der erste Teil kann dagegen ernsthaft unterhalten und hat kaum Nervmomente. Die Spielzeit lag beim ersten Teil bei etwa 12 Stunden, für den zweiten Teil habe ich länger gebraucht (15 Stunden), bei der Qualität des Spiels nicht sehr schön.

Die Noten:
Geheimakte: Tunguska  7/10

Geheimakte: Puritas Cordis 3/10

Lohnt sich Still Life?

Das mag eine Frage sein, die sich manch interessierter Adventurespieler ab Mittwoch am Kiosk fragen wird. Auf der PC Games befindet sich Still Life, dessen Nachfolger erst vor wenigen Wochen erschienen ist. Zu der damaligen Zeit wurde Still Life überwiegend positiv aufgenommen. Critify.de, eine Website mit einer Übersichtsdatenbank von arithmetischen Mitteln der Testergebnisse von allen Spielen, nennt eine Durchschnittswertung von 80%. Der neue Teil wird, zum Vergleich, bisher schlechter bewertet und auch das aktuelle Simon 5 kommt nur auf 79%. Für ein Adventure sind 80% im Schnitt ein gutes Ergebnis und aus diesem Grund kann man  mit einer gewissen Vorfreude am Mittwoch beim Kiosk aufschlagen.

Doch meine Meinung zu diesem Spiel ist eine andere als die aus den Tests. Für mich ist Still Life ein spielerisch stark enttäuschendes Adventure. Es bietet nur sehr wenig Rätselkost, die zudem selten originell und noch viel seltener eine spürbare Komplexität besitzt. Die meisten Dinge sind flugs gelöst. Doch mit dem Kuchen- und dem Schlüssellochrätsel hat es der Hersteller geschafft, zwei echte Bretter einzubauen. Ersteres Rätsel ist für den Spielverlauf komplett irrelevant. Man muss außerhalb der Handlung einen blöden Kuchen backen. Dies ist das komplexeste und interessanteste Rätsel, allerdings komplett unnötig. Das Schlüssellochrätsel ist dagegen ausgesprochen schwierig und langweilig. Über den Rest der Rätsel hülle man besser den Mantel des Schweigens.

Positiv hervorzuheben sind Story und Atmosphäre. Angenehm spannend wird die Geschichte erzählt und in schönen Bildern eingefangen. Jedoch sind die Anzahl der Locations stark begrenzt und bieten nur wenig Raum für Interaktionen. Gegenstände, Hot Spots und NPCs sind schwerste Mangelware. Dies verhindert natürlich die Tiefgängigkeit auszureizen, die die Story so gerne aufbauen möchte. Dabei sind die Hintergründe wirklich toll gestaltet und übermitteln eine zur Geschichte passende Stimmung.

Zudem ist das Spiel relativ kurz. Man hat es bereits nach nicht einmal zehn Stunden durch und ist am Ende unbefriedigt in der Spielzeit so wenig gesehen und erlebt zu haben. Interessant sind nur die Zwischensequenzen, die wirklich toll gelungen sind. Aber spielerisch bleibt es arg dürftig und ist in meinen Augen in dieser Hinsicht sehr gut mit Syberia vergleichbar. Jemand der Syberia auf Grund seines Gameplays nicht mochte, wird bei Still Life auch keinen Spaß haben.

Für mich bedeutet Still Life einen mäßig vergnüglichen Zeitvertreib, der manchmal durch das Storyteling auch interessant war, jedoch wegen genannter Unzulänglichkeiten einfach nicht überzeugen kann.

Ergo 5/10

In der PC Games, die für das gemeine Volk ab Mittwoch am Kiosk käuflich zu erwerben ist, befindet sich als Vollversion das Adventure Still Life. Dieses erschien bereits im vergangenen September als Beilage in der Computerbild Spiele, die ich mir darauf hin kaufte. Wer sich erinnert, meine Begeisterung für das Spiel hielt sich in Grenzen, denn es war atmosphärisch gut, jedoch spielerisch schwach. Die Grafik, die Story und die Atmosphäre überzeugen weitgehend. Es fehlen zwar die Charaktere für Konservationen und Interaktionen, aber die Stimmung kommt in der Summe gut rüber. Die Rätsel sind leider nur sehr selten aufzufinden und zweitens nicht wirklich inspiriert und clever gemacht.

Mein Fazit zu dem Spiel kommt auf 5 von 10 Punkten. Wenn ich Zeit und Nerv besitze, werde ich gerne ausführlicher. Ich kann aber schon mal sagen, dass der Kauf auf jeden Fall nur wirklichen Adventurefans anzuraten ist.

Das fast zeitgleiche Erscheinen mit Geheimakte Tunguska hat diesem Spiel scheinbar den ganz großen Ruhm verwehrt. Obwohl es viel Lob und sehr gute Wertungen gab, die in etwa auf dem Niveau eines Tunguska lagen, ist dieses Spiel doch weit weniger bekannt. Eine möglicherweise geplante Fortsetzung ist bis heute nicht angekündigt worden – ein Zeichen dafür, dass das Interesse der Spielergemeinde wohl nicht allzu groß war.

Ich jedenfalls habe mich in den letzten fünf Tagen mit diesem Spiel beschäftigt, ohne jedoch stundenlang und ununterbrochen vor dem PC zu sitzen. Das Spiel hat leider den Nachteil, dass es etwas zu kurz ist. Mehr als 10 Stunden sollte kaum jemand brauchen, um das Adventure zu beenden. Auch ich werde diese zehn Stunden etwa knapp in Anspruch genommen haben. Über die Spielzeit als solche lassen sich natürlich eine Menge pro- und contra-Argumente finden. Beliebt ist ja der Ausspruch: „lieber ein kurzes, tolles Spielevergnügen als ein langes, langweiliges.“ Einer der behindertsten Sprüche überhaupt. Wieso nicht mal ein langes, tolles Spielvergnügen?

Jedenfalls krankt das Spiel an der etwas kurzen Spielzeit gerade weil die Geschichte damit nicht zur vollen Entfaltung kommt. Die Story des Spiels ist nämlich gut, nicht brillant, aber auf jeden Fall besser als das, was einem bei Tunguska vorgesetzt wurde. Auch die Erzählweise ist deutlich gelungener. Die Gespräche sind interessanter, die Charaktere werden in Nahaufnahme gezeigt (Perspektivwechsel!) und der Spannungsbogen, der sich bei Tunguska ja nun gar nicht entwickeln will, ist auf einem konstant hohen Niveau. Die Charaktere werden gut in die Geschichte eingespannt, es herrscht eine gewisse Unsicherheit darüber, wem man vertrauen kann und wem nicht. Aber am Ende wäre da noch viel mehr Potenzial gewesen, hätte man das Spiel umfassender gestaltet, indem z.B. die einzelnen Kapitel verlängert werden.

Themenwechsel: die Rätsel sind überwiegend innovationsarm und damit langweilig. Der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht ohne. Das liegt vor allem an den ganzen Heringen, die eingebaut wurden. Das finde ich persönlich nicht schlimm, sondern gut, da es nach meinem Dafürhalten realistitischer ist, dass der Protagonisten in seinem Betreben weiterzukommen mehr Objekte einsteckt als vielleicht benötigt. Daneben gibt es kleinere Geschicklichkeitstests, die kaum eine Hürde darstellen dürften. Nerven tun dagegen die zum Ende hin immer häufiger werdenen Tötungsszenen. Unter Zeitdruck muss die absolut richtige Entscheidung getroffen werden und die absolut richtige Entscheidung beim ersten Versuch auch zu treffen, ist pures Glück. Viele dieser Situationen packt man erst beim zweiten oder dritten Mal. Es ist schade, dass dem Spieler kaum ein faire Chance gegeben wird. Ärgerlicher wird dies umso mehr, wenn man offensichtlich richtige Lösungen (oder zumindest mögliche Optionen) zur Klärung der Situation nicht ergreifen kann. Wieso muss ich einen tödlichen Schuss abgeben? Reicht nicht vielleicht ein Schuss in die Luft? In einen Baumstumpf? Noch schlimmer sind dagegen Szenen, in denen mögliche Lösungsoptionen nicht machbar sind und dann noch mit den dümmlichsten Kommentaren unterlegt werden. Beispiel: Ein Flugzeug brennt an einer kleinen Stelle und droht zu explodieren. Ich soll unter Zeitdruck den kleinen Brandherd löschen, um die Explosion zu verhindern und Menschenleben zu retten. Um mich herum liegen Sandsäcke und Schnee. Den Schnee nimmt mein „Held“ nicht mit der Begründung, dass dieser ihm zu kalt sei und ihm die Finger abfrören! AHHHH….DAS GIBT ES DOCH GAR NICHT! Wie kann man in so einer Situation so etwas sagen? Es ist ja wohl mehr als sinnvoll in einer solchen Situation mal einen Berg Schnee zu nehmen und ihn auf den Brandherd zu schütten. Bei den Sandsäcken die gleiche Scheiße. „Wozu soll ich den schweren Sandsack nehmen?“, fragt der mich, als ich die Säcke angeklickt habe. ZUM AUSRASTEN! ‘Mensch, mach hin. Nimm doch den Sack und schmeiß ihn aufs Feuer!’ Da könnt ich zum Tier werden. Stattdessen schlitze ich den Sack doof auf und fülle das Getreide, das da drinsteckt, in einen Soldatenhelm und lass das bisschen Getreide auf das Feuer rieseln! Schlimm so ein Rätseldesign.

Gottseidank sind solche Szenen nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Ausnahmen bilden auch die kleineren Bugs. Manche Rätsel konnte ich leider erst nach Neustart des Spiels lösen (Zahlräder, Endrätsel), da diese nicht auf mein Mausklicken reagierten

Was mir dagegen sehr gut gefällt ist die Grafik. Zwar sind die Hintergründe nicht so toll ausgearbeitet wie die von Tunguska, dafür sind die Figurenmodelle schöner. Schade sind die Ladezeiten. Mit fünf bis zehn Sekunden für einen Szenenwechsel ist die Geduldsgrenze schon fast erreicht.

Am Ende reicht es für 5 von 10 Punkten. Da war auf jeden Fall mehr drin. Positiv bleibt die Story in Erinnerung, die einerseits spannend und andererseits stimmig in das historische Setting eingebaut wurde. Das hat man sehr selten. Über den Rest kann man geteilter Meinung sein. Aber Spielzeit und Rätseldesign haben deutlich Luft nach oben.

Was wurde nicht schon alles über dieses Buch geschrieben?! Ich brauche es nicht zu wiederholen.

Seit heute mittag kann ich das Buch nun auch zu meinem Erfahrungsschatz hinzuzählen. Durchgelesen in 4 Tagen, so viele Seiten waren es ja nicht. Und was soll ich sagen? Es geht in Ordnung. Auf einer Skala bis 10 eine glatte 5. Also nicht wirklich schlecht und auch nicht wirklich geil. Ich behalte nichts in schlechter Erinnerung und werde wohl trotzdem früh wieder alles vergessen haben.

Es ist gottseidank nicht annähernd so überbewertet wie das letzte Hypebuch um Frank Schätzings Schwarm. Das war mit seiner Pseudeostory um Ökoausbeutung anfangs noch ganz interessant, entwickelte es sich jedoch spätestens zur Hälfte zum schlechten B-Movie-Thriller und war ganz zum Ende nur noch lachhaft.

Ganz so schlimm steht es um Kehlmanns Werk zum Glück nicht. Es weiß an manchen Stellen zu unterhalten, ich musste auch lachen. An vielen Stellen bleibt es zu oberflächlich. Zudem besitzt es den Touch, dass der Kehlmann vieler seiner Geschichten nur aus den Biographien seiner Protagonisten abgeschrieben habe. Wirklich große Intelligenz würde ich dem Werk nicht zuschreiben wollen. Zudem ist es auch kein Abenteuerroman, wie es von manchen behauptet wird (u.a. von Thaliamitarbeitern). Dafür ist das Buch schlicht zu wenig subtil, detailliert und spannend. Die Zeitsprünge sind enorm, das Entdeckungsfieber beim Leser jedoch gering. Bei Laune halten tatsächlich nur die Macken der Hauotcharaktere, wobei mir der Gauß noch besser gefallen hat als der Humboldt. Gerade aber auf den letzten hundert Seiten hätte nach meinem Empfinden einiges gestrafft werden dürfen. Das war doch sehr dröge.

Es ist nur eine kleine Verschwörungstheorie meinerseits. Allerdings sind die Ergebnisse der Leichtathleten bei der Hallen-Europameisterschaft in Turin schon erstaunlich. Vor einem halben Jahr in Peking ging gar nichts zusammen und plötzlich regnet es Medaillen. Persönliche Bestleistungen werden nicht nur eingestellt oder leicht überboten, sondern so sensationell übertroffen, dass es zu Rekorden reicht.

Was sind die Gründe für den plötzlichen Erfolg? Training? Talente – Erwartet uns eine “Goldene Generation” an Leichtathleten? Oder liegt der Grund, wie es gerne von deutschen Reportern und Journalisten bei den einheimischen Sportlern der Sommerspiele von 2004 und 2008 unterstellt wird, in der Einnahme unerlaubter Mittelchen. Der Verdacht ist ja wohl kaum von der Hand zu weisen. Wenn es einem schon so leicht fällt, griechischen oder chinesischen Athleten freizügig Doping zu unterstellen.

Einen guten Grund hätte der Deutsche Leichtathlethikverband ja mit der Weltmeisterschaft in Berlin. Wie soll denn der Gastgeber da stehen, wenn alle Nationen etwas gewinnen, die deutsche Nationalhymne aber leider nie gespielt wird? Man tut sich ja jetzt schon schlecht in Sachen Kartenverkauf (schon wird diskutiert, arme Schülerchen aus der Beschulung ins Stadion zu ziehen, damit die sich tolle Qualifikationswettkämpfe anschauen können und die Tribüne füllen) und im Marketing (erst 2 nationale Sponsoren wurden präsentiert, davon ist einer ein schwedisches Staatsunternehmen – also nicht wirklich nationale Sponsoren).

Aber das kommt davon, wenn die Verbands- und Politikerriege immer nur die Events im Auge hat, in denen es sich doch so schön sonnen läßt, aber am Ende nicht bedacht hat, dass das beim Volk auch angenommen werden muss. Leichtathletik ist seit Jahren kein Straßenfeger in Deutschland, Ausnahmeathleten sind und waren rar und nun wundert man sich, dass das niemand sehen und sponsorn will. Man gut, dass noch alte DDR-Haudegen verfügbar zu sein scheinen, mit deren Hilfe man vielleicht noch Publikumslieblinge und Erfolge zügig züchten kann.

Es kann aber alles auch ganz anders sein.

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